Pressestimmen


19.05.2011 

Förderverein will Diemitzer Kirche sanieren

Einer der vier Engel, die am gemalten Himmelsdach an der Decke der Kirche ebenfalls gemalt sind und die Blicke auf sich lenken.  FOTOS (2): HARTMUT NIESWANDT
 

EINLADUNG  Das 1765 fertig
gestellte Gotteshaus kann dank
des Engagements von Daniela Lonau immer bis gegen 20 Uhr von Interessierten angesehen werden.

VON HARTMUT NIESWANDT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIEMITZ. Die Diemitzer Kirche ist ein sehr sehenswertes Gotteshaus und das ist auch organisatorisch gut möglich, weil sich eine gute Seele aus Diemitz um das Gebäude und den Platz, auf dem sie steht, kümmert: Daniela Lonau sorgt schon seit einigen Jahren dafür, dass die „Offene Kirche" den ganzen Tag von Einheimischen und Urlaubern betreten werden kann. „Sie schließt schon frühmorgens auf und schließt erst gegen 20 Uhr die Türen ab, so können sich Besucher auch noch nach dem Abendbrot einstellen", lobt Propst Wilhelm Lömpcke. Außerdem reinigt die Diemitzerin die Kirche, stellt immer eine Kerze hin, die zur Freude der Besucher leuchtet.

So schön das 1765 fertig gestellte Gotteshaus ist – auch die Schäden sind nicht zu übersehen. Darum gründete sich ein Förderverein mit der Diemitzerin Heidrun Rexer an der Spitze. Mittlerweile hat der Verein, dessen Gemeinnützigkeit gerade eingetragen wurde, 30 Mitglieder, berichtet Wilhelm Lömpcke und ergänzt: „Uns wurde eine größere Spende in Aussicht gestellt. Da nahmen wir uns vor, die in den 1970er-Jahren verputzte Außenfassade zu erneuern. Aber Architekt Peter Blümel aus Malchow, den die Kirchgemeinde auch bei der Sanierung der Lärzer Kirche zu Rate zog, empfahl, erst die Dachbalken und das Dach genau anzusehen."

Der Ringanker, der aus Balken besteht, müsste als erstes saniert werden, erklärt Wilhelm Lömpcke. Das Dach ist zum Glück weitestgehend dicht, der Putz ist stabil, soll aber eine freundlichere Farbe – helles Ocker ist im Gespräch – erhalten. Im Innern des Gotteshauses ist ebenfalls ein Anstrich vorgesehen. Zunächst aber sind Architekt und Restauratorin beauftragt, die Aufgabenbeschreibung zu formulieren sowie die Kosten der Sanierung zu ermitteln, erläutert der Propst.

Wer in die 245 Jahre alte Kirche tritt, dessen Blick wird zunächst auf den gemalten Himmel an der Decke gelenkt: Sonne, Mond, Sterne, Wolken und vier Engel erfreuen das Auge. Oben in der Mitte des Altars ist das Auge zu sehen, das ein Symbol für Gott ist, heißt es auf einem Handzettel über die Kirche, mit dessen Hilfe sich jeder Besucher informieren kann. An den Seiten des Altars stehen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Orgel wurde 1897 eingebaut – wahrscheinlich von der Firma Grüneberg aus Stettin. 1974 wurde das Instrument restauriert und befindet sich heute noch in recht gutem Zustand. Im Turm hängen zwei Glocken, sie ersetzen die beiden Glocken, die im Ersten Weltkrieg zu Waffen eingeschmolzen wurden.

Wer den Förderverein bei den Sanierungsarbeiten der Diemitzer Kirche unterstützen möchte, ist gern gesehen. Interessenten können sich bei Heidrun Rexer in Diemitz oder bei der Kirchgemeinde Schwarz unter der Rufnummer 039827 30260 oder schwarz@kirchenkreis-stargard.de melden.

Quelle: Nordkurier vom 30.07.2011

 


30./31.07.2011

Leidenschaft für Diemitz

Vorfreude auf das heutige Konzert: Heidrun Rexer, Galima Borsova, Antonia Kirtzoglou, Tobias Müller-Deku und Lulu Müller-Deku, die Antonias Tochter Anastasia auf dem Arm hält (von links).  FOTO: HARTMUT NIESWANDT

HILFE Galima Barsova aus Moskau und
Antonia Kirtzoglou aus Riad geben
ein Benefizkonzert fürs Gotteshaus.

Diemitz (NIE).  Wie kommen eine professionelle russische Violinistin sowie eine professionelle griechische Pianistin, die in Saudi Arabien lebt, zu einem Konzert in die Diemitzer Kirche, das heute stattfindet?

"Als wir in Moskau lebten und arbeiteten, war Galima Barsova die Geigenlehrerin meiner Frau Lulu. Wir lernten Galima schätzen und lieben", erzählt Tobias Müller-Deku. Und Antonia Kirtzoglou lebt und arbeitet in Riad, der Hauptstadt von Saudi Arabien, wo die Familie Müller-Deku gegenwärtig ebenfalls weilt, so dass man sich kennenlernen konnte.

Damit ist allerdings noch nicht geklärt, wie die drei Parteien im Dörfchen Diemitz landeten, gibt der Nordkurier zu bedenken. "Das ist ganz einfach. Als wir in Moskau waren, suchten wir eine Basis in Deutschland. Und da wir Diemitz und Umgebung vom Radfahren und Kanuausflügen kannten, fanden wir diese Basis hier", erklärt Tobias Müller-Deku, der als Rechtsanwalt arbeitet und ursprünglich aus Köln stammt. Er fand ein günstiges Haus im Dorf, das er kaufte und Stück für Stück sanierte. Auch die wunderschöne Dorfkirche, di
e Hilfe braucht, hat es der Familie angetan. Darum auch arbeitet sie mit dem Förderverein Dorfkirche Diemitz mit Heidrun Rexer an der Spitze zusammen. Heute Nachmittag veranstaltet der Verein sein zweites Konzert. Und dazu holte er die beiden internationalen Gäste nach Diemitz.

In der Diemitzer Dorfkirche sind heute Nachmittag Sonaten von Grieg, Mozart und Beethoven zu hören. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um eine Spende für den Erhalt der Kirche wird gebeten. Konzertbeginn ist um 17 Uhr.

Quelle: Nordkurier vom 30.07.2011



03.08.2011

Barockcello und Theorbe

Diemitz (AK/pm). 
Am 6. August findet um 19.30 Uhr in der Kulturkirche in Diemitz das nächste Sommerkonzert statt. Aus Berlin wird das Duo Continuo erwartet. Dorothea
und Siegfried Andreae spielen Alte Musik mit dem Barockcello, der Theorbe und der Vihuela.

Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind erwünscht. Und wie üblich wird der Förderverein Dorfkirche Diemitz e.V. nach dem Konzert einen Imbiss anbieten, so dass mit den Künstlern noch etwas geplaudert werden kann.

Foto:Duo Continuo

Quelle: Nordkurier vom 3.08.2011